Eure Erinnerungen – St. Johannes Kirche

Am Sonntag, 26. Juni 2022, wurde mit der Kirche St. Johannes nun eine weitere Kirche auf Gladbecker Stadtgebiet entweiht. Der Kirchort Johannes bleibt weiter bestehen und wir haben im Rahmen des Abschiedsprozesses Erinnerungen von Euch und Ihnen erbeten, die sich um die Kirche St. Johannes drehen. Nach wie vor freuen wir uns über eine Zusendung Eurer bzw. Ihrer Erinnerungen!

 

 

Nachfolgend ein paar, die bereits eingegangen sind:

 

 

 

Thea Piepel-Redenz:

Als Kleingartenbesitzerin erinnert sich Thea Piepel -Redenz gern an den mit Fahnen geschmückten Hauptweg. Jedes Jahr wurden eigens dazu 60-70 Fahnenstangen und passende Fahnen von der Gemeinde gebracht. Bei Wind hefteten sie sogar mit Reißnägel den Stoff fest.

Längs des August -Wessendorf -Wegs und der Riesenerstraße sah es immer festlich aus. Am Eingang,  an der ,,Stolperkante“  legten sie traditionell mit den vorhandenen Blüten ein Ornament auf den Boden. Am Ausgang jedoch gab es immer etwas Spaß für sie, denn der Durchgang ist zu schmal für den ,,Himmel“ über das Allerheiligste gewesen. Die Träger hatten allerhand Mühe lautlos das Manöver durchzuführen. Außerdem fühlte die ganze Gemeinde das Grummeln von Pastor Ballhorn, dem dieses Durcheinander nie gefiel, eine Störung der Andacht und Würde um das Allerheiligste und hinter den andächtig Betenden wurden die Fahnen bereit fleißig weggeräumt. 

Die Show war vorbei. Später wurde der Weg verlegt und es gab keine Fronleichnamsprozessionen mehr durch den Schrebergarten.

 

Carla Mirbach:

Meine Erinnerungen an die Kirche St. Johannes sind zum größten Teil aus meiner Grundschulzeit Ende der 70er/Anfang der 80er Jahre.
Ich habe die damalige Katholische Grundschule St. Johannes besucht und so haben wir einige Schulgottesdienste dort gefeiert, die wir teilweise mit Glockenspielen musikalisch mitgestaltet haben, unter Leitung unseres Lehrers Herr Lohmeyer und der Lehrerin Frau Biermann.
Die Messen hatten dann meist die Kapläne geleitet, die auch für den Religionsunterricht in unsere Klasse kamen. Einer dieser Kapläne war Bernd Ulrich Rehe, der der leider viel zu früh verstorben ist.
Zu dieser Zeit war St. Johannes noch selbständige Pfarrei, Pfarrer war der vor kurzem verstorbene Franz-Josef Ballhorn. Er hat sich immer gefreut, wenn zum Gemeindefest auch Besucher aus den Nachbargemeinden (in unserem Fall aus Zweckel) dabei waren und mitgefeiert haben.

Ludger Weijers:

Für Ludger Weijers ist die St. Johannes Kirche ein Stück Heimat. Seine große Schwester hat ihn im Jahr 1954 schon mit zur Einweihung der Kirche mitgenommen. Und nun begleitet er als Moderator den gesamten Prozess der Schließung und des Abrisses. Er beschreibt diesen für sich als sehr einschneidend.  Rückblickend erzählt er, dass er viele liturgische Erinnerungen gesammelt hat. Beispielsweise weiß er noch ganz genau, wie der Altar nach vorne gestellt worden ist. Als Messdiener hat er viele Messen dienen dürfen. Er selbst hat seine eigene Hochzeit und die Tauffeier seiner Kinder in der Kirche gefeiert. Ganz besonders erinnert sich Ludger Weijers, dass er damals als Messdiener immer die Glocke vor der Messe läuten musste. Mit einem Lächeln im Gesicht berichtet er weiter, dass er sich eines Morgens an das Seil gehangen hat und es daraufhin gerissen ist. Wehgetan habe er sich nicht. Weiter erzählte Ludger Weijers, dass die St. Johannes Kirche als Kirche der Armut gebaut worden ist. Die gesamte Einrichtung wurde dezent gehalten. Ob sie nach dem Bau gestrichen worden ist, ist Ludger Weijers sich nicht sicher. Das Bild im Altarraum gefällt ihm nicht, wollte es sogar zu Zeiten von Pastor Ballon überstreichen.

 

 

 

 

Susanne Jeworowsky:

„Wegen der Krebsbehandlung meines Vaters war erst gar nicht klar, ob die Goldhochzeit meiner Eltern überhaupt gefeiert werden konnte.
Aus Hl. Kreuz stammend, konnte der goldene Ehrentag doch taggenau im Alltagsgottesdienst in St. Johannes am 05.03.2020 mit Gottes Segen gespendet von Pastor Rücker begangen werden.
Nachdem wir im Herbst 2020 meinen Papa unter Corona Bedingungen im kleinsten Kreis beerdigen mussten, müssen wir  jetzt auch noch von einem der einflussreichsten Gotteshäuser in Gladbeck Abschied nehmen.
Wir tragen die Erinnerung an die tollsten Jugendfeiern, viele Familienfeiern in und um die Kirche herum, sowie viele tolle Gemeindefeste in unserem Herzen,

die kann uns niemand nehmen und wir wärmen diese im Kreis aller Beteiligten immer wieder gerne auf.“

 

 

Das Katecheten Team:
(Astrid Hillers, Bea Kleine Wiele, Cordula Aring u. Daniela Krinke) erinnert sich:
„Dieses Bild  bot sich uns, als wir am 12.06.2022 im Zuge unserer Familienvorbereitung unsere Familien zur 1.Heiligen Kommunion begleitet haben.“

 

 

Georg Rücker:

Georg Rücker blickt auf 12 schöne Jahre in St. Johannes zurück. Der gebürtige Gladbecker hat in der Vergangenheit viele Erinnerungen im Kirchraum sammeln können. Vor allem die besonderen Gottesdienste, wie Taufen, Hochzeiten und Kommunionen bleiben dabei in Erinnerung. Zwar ist nie während einer Liturgiefeier ein Kreuz von der Wand gefallen, trotzdem war jeder einzelne Gottesdienst für Georg Rücker ein tolles Erlebnis. Die vielfältigen Messen für Jung und Alt werde er vermissen. Auch wenn Georg Rücker erklärt, dass die Meinungen über das Wandbild im Altarraum auseinander gehen, war es für ihn immer sehr außergewöhnlich und ein toller Anblick.