Wegekreuze in Gladbeck

Weg(e)-, Flur- oder Feldkreuze und Bildstöcke sind christliche Symbole, auf die wir vielerorts im Alltag treffen. Sie stehen an Kreuzungen belebter Straßen, Weggabelungen oder Grünanlagen. Wir kennen sie, ohne sie wirklich zu sehen. Sie verschmelzen scheinbar mit der Umgebung, entziehen sich der bewussten Wahrnehmung.

Wegkreuze und Bildstöcke sind bereits seit dem Mittelalter im christlichen Raum gebräuchlich. Als traditionelle Volkskunst legen sie Zeugnis ab von großer Frömmigkeit. Wegkreuze können zudem eine besondere persönliche Bedeutung haben oder der reinen Wegmarkierung dienen.

Kreuze bedeuten Tod und Auferstehung. Kreuze am Wegesrand laden uns Christen ein, im Alltag innezuhalten, über unser Leben und unser eigenes Scheitern zu reflektieren, uns auf Gott einzulassen. So verstanden, können Wegkreuze für uns zu Ruhepolen werden, spirituelle Tankstellen in einer schnelllebigen Zeit.

Wir haben für Sie 14 öffentlich zugängliche Wegkreuze und Bildstöcke im Gladbecker Stadtgebiet zusammengestellt und möchten Sie herzlich zu einem Besuch einladen.

Für weitere Informationen und Anregungen wenden Sie sich bitte an Heinz Enxing und Dr. Elke Dißelbeck-Tewes.

Wegekreuze in Gladbeck-Mitte

  • Ostrops Kreuz

    Kreuzung Obere Schiller- und Hermannstraße

    Das Kreuz erinnert an den Gladbecker Bauernhof Ostrop. Es stand ursprünglich auf städtischem Grund an der Hermannstraße, musste aber von dort in den 30er Jahren entfernt werden. Familie Sense, verwandt mit Familie Ostrop,  ließ das Kreuz daraufhin auf ihr Grundstück am jetzigen Standort versetzen. Der Bildhauer Josef Grasedieck (1922-2013)  schuf 1975 einen neuen Korpus.

  • Kreuz der Ehrengarde

    Kreuzung Postallee und Mittelstraße

    Die Eucharistische Ehrengarde St. Lamberti finanzierte und errichtete das Kreuz mit Unterstützung anderer Ehrengarden des Bistums Essen sowie des Krankenhauses St. Barbara.  1986 wurde es gesegnet. Der aus Rietberg stammende Bildhauer Johannes Niemeier (1931-2022) entwarf das Kreuz aus Edelstahl.

  • Kreuz der Familie Kukla

    Kreuzung Bottroper- und Gildenstraße

    Familie Kukla, die über ein Grundstück am Standort des Kreuzes verfügte, beauftragte den Bildhauer Josef Rikus (1923-1989) mit der Ausführung des Bronzekreuzes. Es blieb eines seiner letzten Werke. Die Aufstellung und Segnung des Kreuzes im Jahr 1989 erlebte der Künstler nicht mehr.

  • Kappenkreuz Friedhof Gladbeck-Mitte‎

    über Friedhofseingang Lindenstraße‎

    Der Künstler Gottfried Kappen (1906-1981) schuf das Kreuz als Altarkreuz für die 1961 eingeweihte und 2010  profanierte St.-Elisabeth-Kirche in Gladbeck-Ellinghorst. Der Korpus des leidenden Jesus besteht aus schwarzem Polyester. Seit Juni 2020 steht das Kreuz auf dem Katholischen Friedhof.

  • Bildstock des hl. Michael‎

    Bachstraße am Busbahnhof Oberhof

    Das Bronzerelief des hl. Michael  (Gedenktag 29. September) an einem Kreuz aus Anröchter Dolomit entstand im Zuge der Erweiterung des Caritashauses an der Kirchstraße. Der Erzengel gilt als Schutzpatron der Katholischen Kirche.

Wegekreuze in Gladbeck-Zweckel

  • Zweckeler Kreuz

    Kreuzung Arenberg-, Händel- und Schultenstraße

    Der Bildhauer Josef Grasedieck (1922-2013) schuf das Kreuz 1993. Es liegt auf halbem Weg zwischen den beiden katholischen Kirchen Herz-Jesu in Gladbeck-Zweckel  und Christus König in Schultendorf. Beide Kirchengebäude sind im Kreuzesstamm dargestellt. Errichtet wurde das Kreuz durch die Kirchengemeinde Herz-Jesu.

Wegekreuze in Gladbeck-Rentfort

  • Kreuz des Schützenvereins Rentfort

    Kreuzung Hege- und Johowstraße

    Der Schützenverein Rentfort stiftete das Kreuz 2012.

  • Kreuz der Ehrengarde St. Lamberti (Surmanns Kreuz)‎

    Forststraße 290‎

    Vor der Hofeinfahrt des ehemaligen Krankenhausgutes Klein-Brabeck stand im späten 19. Jahrhundert  das sogenannte Surmanns Kreuz. Es war benannt nach dem damaligen Betreiber des Hofes. Der Eigentümer des Gutes, Graf Ferdinand von Wolff-Metternich auf Haus Beck, stiftete das Kreuz um 1880. Der Bildhauer Josef Grasedieck (1922-2013) erneuerte das Kreuz 1978. Aus Angst vor Vandalismus wurde es später näher an den Hof auf Privatgelände umgesetzt. An seiner Stelle steht nun das mächtige Holzkreuz, das einige Jahre als Vorläufer des Kreuzes der Eucharistische Ehrengarde in Mitte fungiert hat.

  • Niermanns Kreuz

    zwischen Kurt-Schumacher- und Marcq-en-Baroeul-Straße

    Seit Mitte des 17. Jahrhunderts existiert ein Kreuz der Familie Niermann. Als das Land des Bauernhofes verkauft wurde, ließ sich der letzte Besitzer den Bestand des Kreuzes vertraglich zusichern. 1966 vernichtete ein Sturm das alte Kreuz. Seit 1976 steht ein neues Kreuz an dieser Stelle. Es besteht aus Balken des inzwischen abgerissenen Hofes. Die Inschrift „Niermanns Kreuz“ soll die Erinnerung an ihn bewahren.

  • Bildstock der Gottesmutter‎

    Parkplatz der Sporthalle Rentfort-Nord, Enfieldstraße 142‎

    1959 stellten Gladbecker Freunde des Pater-Leppich-Kreises den Bildstock an dieser Stelle auf. Er beherbergte eine Figur der Gottesmutter. Durch Vandalismus mehrfach beschädigt, verfiel der Bildstock, bis Johannes Kückelmann und Josef Kuhl ihn um 2010 instandsetzten. In die Nische fügten sie eine metallene Bildplatte der Gottesmutter ein.

Wegekreuze in Gladbeck-Brauck

  • Wegekreuz von St. Marien

    Kreuzung Antonius- und Boystraße

    Karfreitag 1954 errichtete und weihte die Pfarrei St. Marien das Wegekreuz. 1977 wurde es erneuert und an Palmsonntag, den 19. März, von Pfarrer Josef Möhlen (1952-1987) gesegnet. Es trägt die Inschrift „Mein Jesus, Barmherzigkeit.“

  • Braucker Wegekreuz

    Kreuzung Hügel- und Wiesmannstraße

    Das vier Meter hohe Kreuz aus Maisandstein steht seit 1960 an diesem Platz. Der deutsche Bildhauer Josef Rikus (1923-1989), von dem ebenfalls der Tabernakel in der Marienkirche stammt,  schuf den reliefartigen Körper aus Bronze.

  • Gnadenbild der Immerwährenden Hilfe neben der St.-Marien-Kirche ‎

    Horster Straße 341‎

    Das Gnadenbild Unserer Lieben Frau von der immerwährenden Hilfe ist eine weitverbreitete Mariendarstellung und in jeder katholischen Kirche zu finden. 1981 wurde der Bildstock vor der St.-Marien-Kirche eingeweiht.

Wegekreuze in Gladbeck-Ellinghorst

  • Bildstock Hl. Elisabeth‎

    vor der St.-Elisabeth-Kirche, Maria-Theresien-Straße 2‎

    Der Bildstock ist die alte Altarplatte der profanierten St.-Elisabeth-Kirche (1961-2010) des Künstlers Gottfried Kappen (1906-1981). Er zeigt die Heilige bei der Verteilung ihrer Gaben. Die Inschrift lautet: „Entledigung von Gold und Silber wie Er von Leib und Brot.“